Tag 3: Grundinstallation

Nach der Installation:

Nach der Installation von Rasbian via Noobs startet der Pi neu. Nachdem alle Systemdienste gestartet wurden, öffnet sich das „Software Configuration Tool“, welches später auch durch die Eingabe von „raspi-config“ gestartet werden kann.

Hier gilt es, ein paar Grundlegende Einstellungen zu treffen.

  1. Expand Filesystem: Um den vollen Umfang der Speicherkarte nutzen zu können, muss das Dateisystem auf die komplette Speicherkarte ausgedehnt werden. Falls ihr Noobs benutzt habt, erstreckt sich euer Root Dateisystem bereits über die volle Speicherkarte.
  1. Change User Password: Es ist unbedingt notwendig, das ihr das Passwort des Benutzers „Pi“ ändert. Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, vergebt zu eurer eigenen Sicherheit ein komplexes Passwort. Vor allem wenn ihr euren Pi im Internet freigebt.
  1. Internationalisation Options: Im ersten Unterpunkt „ Chance Location“ könnt ihr in einer seeeehr langen Liste die folgenden Punkte mit der Leertaste auswählen:

de_DE ISO-8859-15, de_DE.UTF-8 UTF-8 und de_DE@euro ISO-8859-15

Daraufhin wählt ihr noch de_DE.UTF-8 als Spracheinstellung aus.

Beim Unterpunkt „Chance Time Zone“ wählt ihr zuerst „Europa“ und dann „Berlin“ aus. Das war es auch schon.

  1. Overclock: Solltet ihr ein anständiges Gehäuse und ein paar Kühlkörper besitzen, könnt ihr ohne Probleme den Pi ein kleines bisschen Übertakten. Ich empfehle immer gern die Stufe „Medium“. Diese kann einfach im Untermenü ausgewählt werden.
  1. Advanced Options: Hier gilt es noch, den Hostnamen zu ändern und SSH zu aktivieren, um einen Zugriff über eine Software (Hier als Beispiel die kostenlose Software „Putty“) zu erlangen. Die Einstellungen können selbsterklärend direkt beim Auswählen der jeweiligen Punkte getroffen werden.

Um den Pi als Server laufen zu lassen, benötigen Sie nach der ersten Einrichtung keinen Bildschirm direkt am Pi. Hierzu sollten Sie auf jeden Fall den SSH Zugriff (oben beschrieben) aktiviert haben und eine feste IP Adresse vergeben haben (kommt jetzt 😉 ) Öffnet die Datei „/etc/network/interfaces“ mit dem Text Editor (vi) und als Root.

„sudo nano /etc/network/interfaces“

Hier müsst ihr folgende Zeile ersetzen: „iface eth0 inet dhcp“

Diese Zeile gibt der Netzwerkschnittstelle an, dass eben diese als DHCP arbeiten soll und somit auf einen DHCP Server wartet, welcher ihr eine Adresse automatisch vergibt.

An Stelle der Zeile schreibt ihr folgendes:


auto eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.178.50
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.178.1

address: Ersetzt die Adresse durch die gewünschte feste IP Adresse.
netmask: Hier muss die Subnetmask eures Netzwerkes stehen.
Gateway: Hier tragt ihr euer Gateway (für gewöhnlich euer Router) ein.
Speichert das ganze ab und verlasst den Editor.

Mit dem Befehl „sudo /etc/init.d/networking restart“ startet ihr den Netzwerkdienst neu, welcher daraufhin die richtige IP-Adresse an das Netzwerk vergibt.

Dies könnt ihr durch die Eingabe von „ifconfig“ überprüfen.

(Achtung: Sollte der Pi wieder erwarten die neue IP-Adresse nicht annehmen, startet den Pi mittels „sudo reboot“ einmal komplett neu.)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

seven − 4 =