Solid State Drive – Wichtige Einstellungen

Übersicht

Festplatte ist gleich Festplatte, SSD s sind normale Festplatten? Falsch!

Mit ein paar wenigen Einstellungen können Sie das Maximum der Geschwindigkeit aus der SSD holen und nebenher die Laufzeit erheblich verlängern.

Neben der Geschwindigkeit ist vor allem die Lebensdauer bei einer SSD unterschiedlich zu einer herkömmlichen Festplatte. Jeder Sektor einer SSD kann nur begrenzt oft beschrieben werden. Lese Vorgänge sind hier ausgenommen.

Einstellungen, Anschlüsse …

Anschluss ans Mainboard: Genau so wie bei den Festplatten ist es mit den SATA Anschlüssen auf einem Mainboard. Es gibt schnellere Anschlüsse (SATA-6 GBit´s) und langsamere (SATA-3-GBit´s).

Auf den meisten herkömmlichen Boards sind die Anschlüsse Farblich markiert. Sollte das bei ihrem Board nicht so sein, lohnt es sich, genauer hin zu schauen. Neben jedem Anschluss steht in kleiner weißer Schrift die Bezeichnung dabei. Die SSD sollte in jedem Fall an einem schnellen Anschluss sein. Unwichtigere Geräte wie DVD Laufwerke werden an die SATA-3 Anschlüsse gesteckt.

SATA Kabel: Bei den SATA Kabel gibt es ebenfalls Unterschiede. Hier gibt es die gleichen Standards wie bei den Anschlüssen auf dem Mainboard. Unbedingt darauf achten, das ein SATA-6 Kabel verwendet wird.

Betriebsart der Festplatte: Im Bios kann die Betriebsart der Festplatte geändert werden. Die Einstellung liegt bei den meisten Boards in einem Unterschiedlichen Bereich. Unterschieden wird zwischen DIE (ältere Betriebsart) und AHCI (neuere Betriebsart).

Wir möchten mit unserer SSD nur unter AHCI arbeiten, da die Betriebsart das vollständige Potenzial unserer SSD ausnutzen kann. Bei einer Neuinstallation muss die Einstellung vor der Installation getroffen werden.

Sollten Sie die Einstellung bei einem bestehenden System ändern wollen, lesen Sie bitte hier weiter.

(Link zu Einstellung AHCI bei SSD)

Defragmentierung deaktivieren: Gewöhnliche Festplatten mussten Defragmentiert werden um so viele Teile eines Programmes aneinander zu bekommen. Auf diese weise konnten Lesevorgänge beschleunigt werden, da der Lese / Schreibkopf sich selbst so wenig wie möglich bewegen musste (Zugriffszeiten). Das war ein Mechanisches Problem. Eine SSD erreicht jeden Sektor auf der Festplatte in der gleichen Zeit, da diese nicht mehr Mechanisch arbeitet, sondern durch einen Controller gesteuert wird.

Zum deaktivieren gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

  1. Gehen Sie über „Start“ auf „Ausführen“.
  2. Geben Sie folgendes ein „dfrgui.exe“

Es öffnet sich der Dialog der Defragmentierung.

  1. Hier klicken Sie auf „Zeitplan konfigurieren“
    ssd1
  2. Entfernen Sie den Hacken bei „Ausführen nach zeitplan“ und bestätigen mit „OK“

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Deaktivieren Sie zusätzliche Dienste: Der Prefetch-Dienst und der Superfetch Dienst sollte ebenfalls deaktiviert werden.

Prefetch-Dienst: Beobachtet das Anwenderverhalten beim PC-Start und lädt häufig genutzte Programme schon in den Arbeitsspeicher, bevor sie gestartet werden.

Superfetch: Ist eine Erweiterung der Prefetch-Idee. Dieser Dienst beobachtet nicht nur das Startverhalten des PCs, er überwacht das Arbeitsverhalten des Anwenders nonstop.

Zum deaktivieren gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

  1. Gehen Sie über „Start“ auf „Ausführen“.
  2. In das Eingabefeld schreiben Sie „regedit“ und bestätigen mit OK
  3. Navigieren Sie zu folgendem Wert:

HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetControlSession ManagerMemory ManagementPrefetch Parameters

  1. Doppelklicken Sie auf „EnablePrefetcher“ und „EnableSupberfetch“ und ändern deren DWORD-Werte im Dialogfenster auf 0 (Null)

Fazit

Mit dem richtigen Anschluss der SSD und ein paar Einstellungen kann das System im gesamten schneller arbeiten. Ebenfalls erhöht sich die Lebensdauer der SSD erheblich.

 

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