Passwort-Manager: Wie Sie Passwörter über Geräte hinweg sicher verwalten

Damit ein Passwort wirklich sicher ist, müssen einige Hinweise beachtet werden. Möglichst lang sollte es sein und es darf keine existierenden Wörter, dafür aber Zahlen und Sonderzeichen beinhalten. Leicht zu merken sind solche Kennwörter bei Weitem nicht. Richtig schwierig wird es dann, wenn man nicht nur eins, sondern mehrere komplizierte Verschlüsselungen im Kopf behalten muss – schließlich soll jeder Online-Account auch noch durch ein individuelles Passwort geschützt sein. Wie können Sie aber Ihre Kennwörter einfach und zugleich sicher verwalten?

Vorsicht vor der Speicherung im Browser

Programme zur Passwortverwaltung werden im Netz zuhauf angeboten. Dennoch schrecken viele vor deren Nutzung zurück, da sie die Sicherheit und den Datenschutz anzweifeln. Das Wichtigste hierzu vorweg: Von der Kennwortspeicherung im Browser selbst sollte definitiv Abstand genommen werden.

Bei jedem Login bieten Firefox, Chrome, Safari und Co. an, das Passwort zu speichern. Wenngleich Microsoft, Google und Apple stets versuchen, ihre Software gegen Hacker-Angriffe ausreichend abzusichern, sind die Leistungsfähigkeit und der Komfort von eigenständigen Passwort-Managern oft höher, z.B. durch die zusätzliche Absicherung mit einem Master-Kennwort. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Sie an einen Browser gebunden sind, während mit anderen Verwaltungssystemen in allen Browsern gearbeitet werden kann.

Wie funktioniert ein Online-Passwort-Manager?

Ein Verwaltungstool kann sowohl auf dem PC wie auch als App auf dem Smartphone eingerichtet werden. Bei der Passwortspeicherung werden die Daten verschlüsselt auf der Festplatte bzw. dem Gerätespeicher hinterlegt. Einige Anbieter arbeiten außerdem mit der Online-Ablage in einer Cloud, damit eine doppelte Zugangsdatenspeicherung erfolgt. Alle dort abgelegten Passwörter sind durch ein sehr langes und sicheres Master-Kennwort geschützt. Die Nutzer müssen sich also nur noch eine einzige Zeichenkombination merken, um einen einfachen Zugriff auf alle Passwörter zu erhalten. Diese können für einen besseren Überblick z.B. auch in Kategorien eingeordnet werden.

In der Regel stehen die Dienste eines guten Passwort-Managers kostenfrei zur Verfügung. Einige Zusatzfunktionen sind aber oftmals in der Premium Version nur gegen Gebühr anzuwenden.

Sichere Passwort-Manager

Viele Verwaltungsprogramme wurden bereits eingehend sowohl auf ihre Sicherheit als auch auf die Handhabung geprüft. In einem Vergleich, z.B. von Stiftung Warentest, können Sie daher am besten den für Sie passenden Passwort-Manager auswählen. Insgesamt ist festzuhalten, dass Experten in jedem Fall die Verwendung eines Passwort-Manager-Systems empfehlen. Obwohl es nie eine hundertprozentige Garantie für die Sicherheit vor Hacker-Angriffen gibt, schütze jedes geprüfte Programm besser als aus praktischen Gründen das gleiche Kennwort für alle Accounts zu verwenden oder Ähnliches.

Die bekanntesten Passwortverwaltungen sind z.B. Lastpass, 1Password sowie Enpass. Das Wichtigste zuerst: Keiner der Manager ist bei der Prüfung durch Stiftung Warentest durchgefallen. Allerdings wurden nur die folgenden vier von neun Programmen uneingeschränkt empfohlen: Dashlane Premium, Intel Security True Key Premium, Keeper Security und Lastpass Premium.

Diese erhielten eine gute Bewertung, da sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung anbieten, hohe Anforderungen an das Master-Kennwort stellen, die Datenbank zuverlässig vor Hacker-Angriffen schützen und vieles mehr. Auch die simple Handhabung war mit einer verständlichen, übersichtlichen und vollständigen Gebrauchsanleitung ausschlaggebend.

Mehr Informationen zur sicheren Passwortverwaltung finden Sie im kostenfreien eBook des Berufsverbands der Rechtsjournalisten e.V.

Dieser Gastbeitrag wurde freundlicherweise durch Frau Laura Gosemann vom Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. zur Verfügung gestellt. 

Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. wurde im August 2015 von Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin gegründet. Für den juristischen Laien steht einem grundlegenden Verständnis zumeist das „Juristendeutsch“ im Wege; entsprechende Recherchen gestalten sich in der Regel als zeitaufwendig und komplex. Ziel des Verbandes ist es daher, über zentrale rechtliche Themenkomplexe in einer verständlichen Sprache zu informieren. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. stellt ausschließlich Informationsportale bereit, bietet jedoch keine Rechtsberatung an.

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